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Tourbericht Dolomiten-Tage 2004

Am Sonntag (den 1.8. 2004) in aller Herrgotts Frühe machten wir uns auf den Weg in den Süden. „Wir“, das sind der Martin, die Sabine und der Franz. Unser Ziel: Dolomiten, irgendwo beim Sellastock. Eingepackt haben wir unsere Strassenmaschinen mit Pizza-Ritzel (25+).

Wider erwarten verlief die Anfahrt problemlos, ich meine ohne Staus. Für Stopps sorgte dagegen Sabine, aber davon erzähle ich hier nichts, nur soviel, dass sich unsere Sabine …. , also, wir mussten halt das Auto waschen.

In Corvara fanden wir schnell ein hübsches, kleines und preiswertes Hotel. Der Blick vom Balkon war vielversprechend: Bestes Wetter (eigentlich etwas zu warm), tolle Berge und schöne Passstrassen (wir konnten die Serpentinen zum Campolongo einsehen). Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, wollten wir schon wieder weiter: Die klassische Sellarunde (ca. 1980 Höhenmeter; 55 km) juckte uns in den Wadln! Sabinchen erholte sich im Hotel, und Martin und Franz fuhren los. Beim Aufstieg zum Campolongo merkten wir, dass wir nicht alleine sind: Am Sonntag Nachmittag waren sehr viele Motorradfahrer unterwegs, meist Italiener. Alleine beim Aufstieg zum Campolongo schossen an diesem Tag zwei Motorradfahrer über die Leitplanken, unten in Arraba wurden wir Zeuge von einem „Fastunfall“ mit einem Motorradfahrer, der seine Maschine bravourös abfangen konnte. Überraschender Weise störten uns die vielen Motorradfahrer nicht. Autos und Busse waren relativ wenig unterwegs und so genossen wir die Weiterfahrt sehr! Pordojoch war bald erklommen. Die Abfahrt zum Abzweiger war viel zu kurz und wegen der neuen Teerdecke und der Hitze auch mit Vorsicht zu genießen. An einigen Kletterern vorbei, die auf der Strasse stehend ihre Route im Fels begutachten, ging’s bergauf zum Sellajoch. Runter zum Hotel Miramonti ging es über relativ schlechte Strassen, und dann wieder zügig hin auf zum Grödnerjoch. Hier blieben wir eine Weile und genossen die tolle Landschaft. Wieder zurück in Corvara hatten wir noch unseren „Schlussanstieg“ zum Hotel zu bewältigen. Insgesamt: 1970 Höhenmeter; 55 km; 2:50 h Fahrtzeit. Danach genossen wir die tolle Aussicht von der kleinen Hotelterasse und flachsten um die Wette („arme Sabine“!).

Am nächsten Tag setzten wir uns zuerst ins Auto und fuhren nach Caprile. Von dort mit dem Rad weiter. Erst flussabwärts, allerdings bei starkem Gegenwind („armer Franz“!),und dann begann nach einem langem Tunnel in Cencenighe schon der Anstieg zum San-Pellegrino-Pass. Zuerst ging‘s ganz gemütlich bergan und wir genossen den Blick auf die Felstürme der Dolomiten. Aber in den 3km mit 18% (doch es sind wirklich 18%!), hatten wir kaum mehr die Muse, uns an der schönen Landschaft zu ergötzen! Spätestens da merkten wir, daß die Sabine wieder fit war! Sie gab sich keine Blöße und fuhr wacker mit! Nach der Abfahrt gestatten wir uns in Moena eine Kaffe-Pause. Statt der gewünschten Apfelsaft-Schorle bekamen wir einen Apfelstrudel serviert. Der schmeckte zwar gut, lies sich aber schwerer trinken als eine Apfelschorle...

Leicht bergan weiter nach Canazei und von dort in einer relativ einfachen Auffahrt zum Fedaipass. Nach einer kleinen Rast schossen wir die Abfahrt hinunter und waren wieder viel zu schnell beim Auto! Insgesamt 89 km; 2020 Höhenmeter; 4:25 h (?) Fahrtzeit).

Den Abend verbrachten wir auf „unserer“ Hotelterasse mit Kartenspielen. Besser gesagt, die Sabine bekam das „Wattn“ beigebracht und das enorm wichtige bayrische Vokabular dazu. Ein sehr lustiger Abschluss zu einem sehr schönen Tag!

Für unseren letzten Tag war neben der Heimreise noch eine „lockere“ Runde vorgesehen. Ausgesucht hatten wir uns einen Kurs von Cortina aus über den Gemärkpass nach Misurina und über den Tre-Croci-Pass zurück nach Cortina.

Die Runde ging auch ganz beschaulich an: Steigungen mit max. 11% durch schöne Wälder hinauf zu dem idyllischen Misurina. Dann kam irgend jemand auf die Idee noch einen „kleinen Abstecher“ zum Refugio Auronzo, am Fusse der Drei Zinnen, zu machen! Nun, was soll ich sagen? Landschaftlich seeehr reizvoll. Allerdings waren die 670 Höhenmeter auf 7 km mit fast durchweg 16% nicht wirklich schön zu fahren! Runter ging‘s dafür um so schöner. Nach einem kurzen Gegenanstieg und genussvoller Abfahrt waren wir auch schon wieder in Cortina und verstauten unsere Räder im Auto. (Insgesamt ca. 59 km; 1600 Höhenmeter; Fahrtzeit ??).

Bis auf eine Reifenpanne und eine kaputte Klimaanlage verlief die Heimfahrt problemlos. Das mit der Klimaanlage verzeihen wir dem Martin, der seinen Sharan für die Tour zur Verfügung stellte, wenn er den Wagen gelb-schwarz lackieren lässt!

Insgesamt eine sehr schöne Tour, bei der wir auch viel Gaudi hatten. Das machen wir nächstet Jahr wieder! Vielleicht sind dann auch mehr Leute dabei?

 

2004-08-11 (fb)

    

 

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